Pump and Dump - Push & Fall

Beim Scalping ist es so, dass verschiedene Fondsmanager oder auch Emittenten von Börsenbriefen gezielt Gerüchte streuen, um Kursanstiege bei Aktien zu verursachen, die dem eigenen Vorteil dienen. Etwa die gleiche betrügerische Variante gibt es auch in etwas größerem Umfang, was auch als Aktienspam bzw. als Pump-and-Dump bezeichnet wird.

Was ist Aktienspam / Pump-and-Dump?

Der Begriff „Pump“ kann mit „in die Höhe treiben“ bzw. „pushen“ übersetzt werden, während „dump“ so viel wie abstoßen bedeutet. Die Übersetzung zeigt auch bereits deutlich, worum es dem „Verursacher“ des Aktienspams geht. Es sollen nämlich mittels E-Mail oder inzwischen auch per SMS durch bewusste Falschmeldungen über Aktiengesellschaften erreicht werden, dass Anleger die entsprechenden Aktien kaufen, was zu einem Kursanstieg führt.

Wie funktioniert Pump-and-Dump?

Sind die Kurse nach der in den E-Mails dargestellten falschen News dann aufgrund des Erwerbs der betroffenen Aktien durch diverse Anleger gestiegen, verkaufen die Herausgeber der Nachricht, die sich natürlich vor Veröffentlichung der angeblichen News schon selbst mit den Aktien eingedeckt haben, ihre Aktien wieder. Der Verkauf und mitunter auch einen Gegendarstellung der betroffene AG, die die angebliche Neuigkeit als falsch bezeichnet, sorgen dann fast immer für einen regelrechten Kurseinbruch.

Der Schaden des Anlegers ist mitunter enorm

Durch solche Pump-and-Dump Kampagnen wurden in der Vergangenheit bei den Anlegern teilweise erhebliche finanzielle Verluste verursacht. Da sich beim Aktienspam vorrangig auf kleine Aktienwerte konzentriert wird, sorgen bereits relativ kleine Handelsvolumen für größere Kursbewegungen in die eine oder andere Richtung. Wenn man sich anschaut, dass nach dem Verbreiten einer falschen News die Kurs mancher „beworbener“ Aktien um mehr als 400 Prozent angestiegen ist, der Kursrückgang dann jedoch mindestens genauso groß war, kann man sich die Verluste der Anleger ausrechnen.