Churning

Im Bereich der Geldanlagen gibt es leider eine Reihe von nicht seriösen Angeboten und Vorgehensweisen von Anbietern, Anlageberatern, Vermögensverwaltern und Vermittlern. Neben dem Scalping und dem Front Running handelt es sich auch beim so genannten Churning um eine unseriöse Vorgehensweise, die meistens von Anlage- und Vermögensberatern durchgeführt wird.

Was bedeutet Churning?

Der Begriff Churning ist vom englischen Wort „to churn“ abgeleitet, was soviel wie „buttern“ oder auch „umrühren“ bedeutet. Etwas freier übersetzt bedeutet Churning soviel wie Gebühren- bzw. Provisionsschinderei. Im Finanzbereich wird mit diesem englischen Begriff das häufige Umschichten eines Wertpapierdepots bezeichnet, welches in der Form nicht im Interesse des jeweiligen Kunden ist.

Warum wird Churning durchgeführt?

Der Sinn und Zwecks des häufigen Umschichten eines Depots besteht darin, dass der Vermögensberater oder auch der Vermögensverwalter durch den stetigen Kauf und Verkauf von Wertpapieren Provisionen erwirtschaftet, die selbstverständlich zu Lasten des Anlegers gehen. Zum einen fallen bei nahezu jedem Handelsgeschäft Börsengebühren an, zum anderen berechnen auch Broker und Vermögensverwalter meistens eine Gebühr für jede Transaktion. Vereinfacht gesagt erreicht der Berater/Verwalter also mit dem Churning, dass er durch die unnötig häufigen Depotumschichtungen eine recht hohe Summe an Provisionen erhält.

Wie können sich Anleger gegen Churning schützen?

Als Anleger kann man sich im Prinzip relativ einfach vor dem unseriösen Churning schützen:

1. Es sollte eine klare Regelung mit dem Vermögensverwalter getroffen werden, was die Häufigkeit von Umschichtung betrifft. Man kann beispielsweise vorgeben, dass maximal zehn Mal pro Jahr eine Depotumschichtung vorgenommen wird oder auch die Absprache treffen, dass der Vermögensverwalter vor jeder Umschichtung die Zustimmung des Anlegers benötigt.

2. Ein günstiges Depot welches hohe Depotverwaltungsgebühren spart. Hier ein überblick über die günstigsten Aktiendepots