Aktien von Fußballvereinen - Fußballaktien

Fußballaktien - Eine gute Kombination?

Welche Fußballaktien gibt es in Deutschland?

Während in anderen Ländern wie Italien und England viele Fußballvereine an die Börse gegangen sind, existiert in Deutschland nur eine einzige Fußballaktie, nämlich die von Borussia Dortmund. Eine Ursache für die geringe Beliebtheit der Aktiengesellschaft oder der Kommanditgesellschaft auf Aktien als wirtschaftliche Rechtsform von Fußballclubs ist die Vorgabe des DFB, dass der Verein über die Mehrheit in der Kapitalgesellschaft verfügen und somit mindestens fünfzig Prozent plus einer Aktie an den Gesamtanteilen halten muss. Neben Borussia Dortmund haben einige andere Vereine für ihre Lizenzfußballabteilung zwar die Rechtsform der KGaA gewählt, die Aktien sind aber vollständig im Besitz des Vereins und werden nicht gehandelt.

Kauf von Fußballaktien

Fußballaktien werden wie alle anderen Aktien über die Börse gehandelt. Somit gibt der Käufer seiner Wertpapierbank den Auftrag, eine bestimmte Menge an Fußballaktien zu erwerben. Das geht aber nur, wenn der Fußballverein als an der Börse handelnde Aktiengesellschaft registriert ist, was derzeit nur auf Borussia Dortmund zutrifft. Andere Vereine wie Arminia Bielefeld sind zwar der Rechtsform nach ebenfalls Kommanditgesellschaften auf Aktien. Da ihre Papiere aber vollständig im Vereinsbesitz sind und nicht über die Börse gehandelt werden, kann der Fan oder Anleger keine Papiere kaufen. Grundvoraussetzung ist natürlich ein Aktiendepot.

Wie sinnvoll sind Fußballaktien?

Nicht nur Uli Hoeneß hat Fußballaktien als Fanartikel bezeichnet. Er meint damit, dass eine wirtschaftlich positive Entwicklung von Fußballaktien unwahrscheinlich ist und der Erwerb der Vereinspapiere eher als Ausdruck davon verstanden werden soll, dass der Käufer Fan des Fußballclubs ist. Tatsächlich hat die einzige deutsche Fußballaktie seit ihrer Emission deutlich an Wert verloren und noch keine Dividende bezahlt. Der Ausgabekurs der Aktie von Borussia Dortmund belief sich auf mehr als elf Euro, zwichenzeitlich notieren die Papiere bei ca. drei Euro (Stand. Juni.2012). Selbst der Gewinn der deutschen Meisterschaft und des DFB-Pokals in einem Jahr haben der Aktie nur einen geringen Auftrieb gegeben. Das ist für Wirtschaftsfachleute nicht überraschend, denn viele Sportvereine erkaufen ihren sportlichen Erfolg mit einem wirtschaftlich riskanten Verhalten. Das lässt sich für Borussia Dortmund in diesem Jahr zwar nicht belegen, die Zahlen sprechen eher die Sprache soliden Wirtschaftens und der Verein erhält aus der Champions League der UEFA gesichert hohe Einnahmen, selbst wenn er wie im letzten Jahr die Gruppenphase nicht übersteht. In der Erinnerung vieler Anleger ist aber auch, dass Borussia Dortmund vor einigen Jahren in einer wirtschaftlichen Krise steckte und damals zeitweise die Lizenzerteilung für die Bundesliga nicht sicher war.