Insidehandel

Die wohl bekannteste Form von Manipulation der Kurse an der Börse und dem Missbrauch von verschiedenen Informationen ist der Insiderhandel. Schon erfolgreiche Hollywood-Filme, wie zum Beispiel „Wallstreet“, haben den Insiderhandel im Zuge der Aktienspekulation thematisiert. Doch was genau verbirgt sich eigentlich hinter diesem bekannten Begriff?

Was ist der Insiderhandel?

Von einem Insiderhandel wird dann gesprochen, wenn der so genannte Insider interne Informationen nutzt, meistens über eine bestimmte Aktiengesellschaft, um selbst durch den Kauf oder den Verkauf dieser Aktien zu profitieren. Ein wichtiges Merkmal des Insiderhandels ist dabei, dass die besagten Informationen der Öffentlichkeit noch nicht bekannt sind. Im Raum der Europäischen Union ist der Insiderhandel übrigens eine Straftat.

Wer kann Insider sein?

Besonders Banken versuchen den Insiderhandel zu bekämpfen und haben aus dem Grunde auch allesamt bestimmte Compliance-Richtlinien. Potenzielle Insider sind alle Personen, die an Informationen über Unternehmen kommen können, bevor sie offiziell bekannt gegeben wurden. Zum Personenkreis der möglichen Insidern gehören zum Beispiel Vorstand, Aufsichtsrat oder leitende Angestellte einer Aktiengesellschaft, Bank- oder Fondsmitarbeiter mit Zugang zu bestimmten Informationen oder auch Personen, die an einer Gesellschaft beteiligt sind.

Was ist ein „klassisches“ Insidergeschäft?

Ein typischer Insiderhandel könnte wie folgt ablaufen: Der leitende Manager einer Aktiengesellschaft hat gerade die Fusionsverhandlungen mit einem anderen Unternehmen abgeschlossen. Die Verhandlungen waren bisher gehein, sodass weder Aktionäre noch die Öffentlichkeit im Allgemeinen über die Verhandlungen und deren Abschluss informiert sind. Nach Bekanntgabe der Fusion ist mit stark steigenden Aktienkursen der betroffenen Aktien zu rechnen. Kauft der Manager nun für sich selbst diese Aktien, bevor die Fusion bekannt gegeben wird, macht er sich des Insiderhandels strafbar.