John Paulson - HedgeFund Manager mit dickem Gehaltscheck

John Paulson ist ein aus den USA stammender Hedge-Fonds-Manager. Ihm gehört seine eigene Investmentgesellschaft Paulson & Co. Das Forbes-Magazin schätzte sein Privatvermögen im Jahr 2010 auf rund zwölf Milliarden Dollar. Außerdem schätzte das Wall Street Journal seinen Jahresverdienst des Jahres 2010 auf fünf Milliarden Dollar, was dem höchsten Jahresverdienst überhaupt in der Geschichte entspricht.

Biografie

Paulson wurde am 14. Dezember 1955 in New York City in den USA geboren. 1978 erwarb er seinen Bachelor-Abschluss in Finanzwirtschaft an der New York University mit „summa cum laude“. Danach wechselte er zur renommierten Universität Harvard, wo er 1980 den Abschluss „Master of Business Administration“ (MBA) erlangen konnte. Nach seinem Studium folgten von 1980 bis 1994 einige eher kurzfristige Engagements bei verschiedenen Unternehmen. So war Paulson beispielsweise zwei Jahre lang als Unternehmensberater für die Boston Consulting Group tätig und arbeitete danach weitere zwei Jahre für Odyssey Investment Partners. Es folgten vier Jahre in geschäftsführender Funktion bezüglich Fusionen und Übernahmen bei der renommierten Investment Bank Bear Stearns. Nach weiteren zwei Jahren als Teilhaber bei Gruss Partners gründete er 1994 schließlich seine eigene Investmentgesellschaft Paulson & Co., die 2008 geschätzte 28 Milliarden Dollar an Vermögen verwaltete. Der ehemalige Chef der amerikanischen Federal Reserve, Alan Greenspan, ist heute in exklusiv beratender Funktion für Paulson & Co. tätig.

Strategie und Vorgehen

Bekannt ist John Paulson vor allem für sein Geschick im Umgang mit Hypotheken während der US-amerikanischen Immobilienkrise 2007/08. Da er rechtzeitig die sich anbahnende Blase erkannt hatte, wettete er gegen den Immobilienmarkt und konnte einen Profit von 3,7 Milliarden Dollar erzielen. Damit war er unter den Hedge-Fonds-Managern der absolute Topverdiener des Jahres 2007 und wurde deshalb von diversen Finanzmagazinen als „King of Cash“ oder auch „Subprime-Krösus“ bezeichnet.

Einen bitteren Beigeschmack erhielt seine Erfolgsgeschichte jedoch, als bekannt wurde, dass Paulson die Investment Bank Goldman Sachs, bei der er mit seinem Hedge-Fonds Kunde ist, entscheidend beeinflusst hatte. Paulson hatte es geschafft, Goldman Sachs dazu zu bringen, bestimmte Hypotheken in ein Portfolio aufzunehmen, von denen er annahm, dass diese sich schlecht entwickeln würden. Paulson wettete dann genau auf diese Entwicklung. Goldman Sachs äußerte offiziell jedoch gegenüber anderen Kunden, dass die Auswahl der Hypotheken objektiv und unabhängig von Kunden erfolge. Dies rief die amerikanische Börsenaufsicht SEC auf den Plan, die 2010 Klage gegen Goldman Sachs erhob. Paulson selbst wurde bisher jedoch nicht angeklagt.

Weiterführende Links

  1. Aktuelles Portfolio von johnpaulsonportfolio.com
  2. Aktuelles Portfolio bei Gurufokus
  3. Forbes Profil von John Paulson